Recht & Daten

DSGVO im Brautmoden-Geschäft: Die Checkliste für deinen Laden

BridalSuite Ratgeber · Lesezeit ca. 6 Minuten · Keine Rechtsberatung – bei konkreten Fragen hilft eine Fachanwältin oder ein Fachanwalt für Datenschutzrecht.

Ein Brautmoden-Geschäft verarbeitet mehr persönliche Daten, als vielen bewusst ist: Namen, Adressen, Hochzeitstermine, Körpermaße, Budgets, manchmal Fotos aus der Anprobe. Die DSGVO ist dabei kein Bürokratiemonster, sondern läuft im Kern auf wenige Grundsätze hinaus. Hier ist die Checkliste.

1. Nur erheben, was du wirklich brauchst

Name, Kontaktdaten, Hochzeitstermin, Maße – alles unmittelbar für Beratung und Kauf nötig, also unproblematisch (Vertragserfüllung). Kritischer wird es bei Daten „auf Vorrat": Konfession, Beruf des Partners, private Notizen. Faustregel: Was du für Beratung, Bestellung oder Änderung nicht brauchst, gehört nicht in die Kundendatei.

2. Sag, was du mit den Daten machst

Deine Kundinnen müssen erfahren können, welche Daten du speicherst und wozu. In der Praxis heißt das: eine Datenschutzerklärung auf der Website und ein kurzer Hinweis im Laden oder im Kaufvertrag. Wer Newsletter oder WhatsApp-Nachrichten verschicken will, braucht dafür eine ausdrückliche Einwilligung – ein vorangekreuztes Kästchen zählt nicht.

3. Fotos aus der Anprobe: immer fragen

Das Foto im Traumkleid für Instagram ist Werbung – dafür brauchst du eine Einwilligung, am besten schriftlich und mit der Info, dass sie jederzeit widerrufbar ist. Auch Fotos „nur für die interne Merkliste" solltest du ansprechen; die meisten Bräute sagen gern ja, wenn man sie fragt.

4. Löschen, was erledigt ist

Nach der Hochzeit gibt es für viele Daten keinen Grund mehr, sie zu behalten. Rechnungen und Verträge unterliegen zwar den steuerlichen Aufbewahrungsfristen (in der Regel 8 bzw. 10 Jahre) – aber Anprobe-Notizen, Maße und Fotos kannst und solltest du nach angemessener Zeit löschen. Lege dir eine einfache Routine fest, z. B. einmal jährlich.

5. Zugriff nur für die, die ihn brauchen

Nicht jede Aushilfe muss Umsätze und Budgets sehen. Vergib in deiner Software Rollen: Verkauf sieht Termine und Bräute, die Inhaberin sieht Zahlen. Und: gemeinsame Passwörter auf einem Zettel neben der Kasse sind das Gegenteil von Datenschutz.

6. Achte darauf, wo deine Software hostet

Nutzt du Cloud-Software, bist du dafür verantwortlich, dass der Anbieter DSGVO-konform arbeitet. Prüfe: Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)? Wo stehen die Server? Hosting in Deutschland oder der EU macht vieles einfacher als US-Dienste.

Kurz-Checkliste

Übrigens: BridalSuite hostet DSGVO-konform in Deutschland, arbeitet mit rollenbasierten Zugängen und liefert den AVV gleich mit.
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